Als wir sahen, wie Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertranken, wussten wir, dass wir etwas unternehmen müssen. Also fuhren wir raus aufs Meer. 14.000 Leben konnten wir retten – bis die italienische Polizei unser Schiff Iuventa beschlagnahmte. Jetzt wird wegen „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ gegen uns ermittelt. Uns drohen 20 Jahre Haft.

Aber es geht nicht nur um uns: in ganz Europa stehen freiwillige Helfer*innen für ihre Solidarität vor Gericht. Wir haben das einzig Richtige getan. Und solange Europa keine Lösung findet, werden wir weiterkämpfen.

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Wir haben die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft mit allen verfügbaren Daten abgeglichen und kamen zum Schluss: Es gibt keine Beweise für eine Zusammenarbeit der Iuventa mit Schleppern.

Lorenzo Pezzani, Forensiker - Goldsmiths University London

Verdeckte Ermittler sollen beobachtet haben, dass die Iuventa mit Schleppern aus Libyen kooperiert. Dafür gibt es keine Beweise, das sagen auch Wissenschaftler von Forensic Architecture. Wir haben uns an internationales Recht gehalten, unsere Einsätze waren von der zuständigen Rettungsleitstelle in Rom koordiniert. Während wir auf der Anklagebank sitzen, erheben wir unsere eigene Anklage:

Die europäische Migrationspolitik hat erst dazu geführt, dass so viele Menschen ertrinken, weil es keine sicheren Fluchtwege gibt. Noch immer finanziert die EU Machthaber, die Menschenrechte mit Füßen treten. Wir stehen für ein solidarisches Europa. Komm mit an Bord, werde Teil unserer Support-Crew!

Das ist Laura. Auf vier Iuventa Missionen hat sie das Rettungsteam geleitet und dabei über 5.000 Rettungswesten ausgeteilt. Solange die Ermittlungen laufen, darf sie nicht mehr helfen. Das ist für sie schlimmer als der Gerichtsprozess: "Die Tragödie an Europas Grenzen ist keine Naturkatastrophe. Es ist politisches Versagen, dass dort Menschen sterben."

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Iuventa10 – Solidarity at Sea is not a Crime

Wir können diesen Kampf nicht allein im Gerichtssaal gewinnen: Nur durch ein solidarisches Europa wird sich langfristig etwas verändern. Dafür brauchen wir Dich. Lass uns gemeinsam laut werden und etwas gegen diese Missstände unternehmen.

Als Kapitän wird es mir vorgeschrieben, Menschen in Seenot zu helfen. Solidarität mit Menschen in Not ist aber unser aller Pflicht. Jeder kann etwas tun, und wenn es eine kleine Spende ist.

Pia, Kapitänin – Teil der Iuventa10

Weitere Infos zu den Iuventa 10

Wissenschaftler der Goldsmiths University London haben die Vorfälle analysiert, die zur Beschlagnahmung der Iuventa führten. In diesem Video erklären die Forensiker, warum die Behauptungen der italienischen Behörden falsch sind.

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Presse & Kontakt

Gerne vereinbaren wir Interviewtermine mit der Crew: press@solidarity-at-sea.org